Amev Vertrag Muster

Wir werden die Schemaerweiterentwicklung hier nicht weiter diskutieren. Es genügt zu sagen, dass Erweiterungspunkte es uns ermöglichen, rückwärts- und vorwärtskompatible Änderungen an Schemas und Dokumenten vorzunehmen, ohne Dienstleister und Verbraucher zu brechen. Schemaerweiterungen helfen uns jedoch nicht, die Entwicklung eines Systems zu bewältigen, wenn wir eine angeblich brechende Änderung eines Vertrags vornehmen müssen. Florida Hotels (High Court) war ein einfacher Fall, weil der Arbeitgeber für die Verletzung seiner nicht delegierbaren Pflicht gegenüber dem Arbeitnehmer verantwortlich war; schlimmstenfalls kann der Arbeitgeber persönlich fahrlässig gehandelt haben. Dieser liegt unter dem Standard der Schuld, der normalerweise erforderlich ist, um die Kausalverbindung zu brechen. Ob noch mehr schuldhaftes Verhalten kausal mit einer Verletzung verbunden bleibt, hängt von der Pflicht des Promisors ab. Grundsätzlich könnte sich eine vertragliche Pflicht auf die Verhinderung einer Art rücksichtsloses oder absichtlich schädliches Verhalten durch den Versprechenden erstrecken. [164] Die Ursache könnte dann entweder damit erklärt werden, daß die Ergebnisannahme pro tanto ausdehnt, oder einfach, weil die Pflicht andernfalls untergraben würde. Letzteres ist wahrscheinlich plausibler für bewusstes Fehlverhalten. Im Gegensatz dazu waren die Anwälte in der Rechtssache Mallesons Stephen Jaques/Trenorth Ltd (im Folgenden: Mallesons Stephen Jaques) gegenüber ihrem Kunden, einem Verkäufer von Immobilien, nicht haftbar, als der Kunde ein von ihnen fahrlässig erstelltes ungenaues Dokument benutzte, um dem Käufer betrügerische Falschdarstellungen zu machen. [165] Die Handlung ging über den Rahmen der Rechtshandlung hinaus.

Der übliche Standard der Schuld angewendet. Da es sich um einen absichtlichen Akt der Unehrlichkeit handelte, brach es den kausalen Zusammenhang. [166] Es wird ein Standard der Angemessenheit anstelle von Anomalien oder erheblicher Schuld verwendet, da die vermeidbare Verlustregel Entscheidungen bewertet, die vom Versprechenden als Reaktion auf einen Verstoß getroffen wurden. Die Antwort des Verheißenden besitzt drei Qualitäten. Erstens ist sich der Zusagen der Verletzung hinreichend bewusst, um die Notwendigkeit einer Antwort zu erkennen. Dies wird durch die Wissensanforderung geregelt. [146] Zweitens kann die Antwort eine Handlung oder Unterlassung sein. So oder so ist es das Produkt einer bewussten Wahl oder gilt als das Produkt. Die Wahl wird oft bewusst nach gebührender Überlegung getroffen. Auslassungen, selbst wenn sie durch Langsamkeit oder Gleichgültigkeit wirken, können immer noch als bewusste Entscheidungen angesehen werden, wenn der Verheißungsgeber die Möglichkeit hätte zu handeln.

Drittens bezieht sich die Antwort des Versprechenden auf die Vertragsverletzung. Eine Entscheidung des Versprechenden ist nach der vermeidbaren Verlustregel nicht überprüfbar, nur weil sie nach einem rechtzeitigen Verstoß erfolgt. Sie muss vernünftigerweise mit der Milderung der Folgen eines Verstoßes verbunden sein. [147] Teil II skizziert die Debatte über den Zusammenhang zwischen Kausalität und vermeidbarer Verlustregel. Es zeigt, dass die Funktionsweise der beiden Konzepte eine erhebliche Ähnlichkeit hat. Unterschiede bleiben bestehen, und diese werden in Teil III behandelt. Teil III entwickelt das Argument, dass die vermeidbare Verlustregel auf einer Kausalnorm beruht, die eine Verschiebung der Abhängigkeit vom Vertrag widerspiegelt. Teil IV testet die These anhand einer Auswahl von Fällen, die gemeinsame Tatsachenmuster darstellen.